Idiom


Idiom

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Idi|om 〈n. 11; Sprachw.〉
1. feststehende Redewendung, deren Gesamtbedeutung nicht aus den Einzelelementen ableitbar ist, z. B. auf den Hund kommen; Sy Phraseologismus; → Lexikon der Sprachlehre
2. Spracheigentümlichkeit eines Menschen, einer sozialen od. regionalen Gruppe od. eines Landes
[<grch. idioma „Eigentümlichkeit, Besonderheit“; zu grch. idios „eigen, eigentümlich“]

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Idi|om, das; -s, -e [griech. idi̓ōma = Eigentümlichkeit, Besonderheit] (Sprachwiss.):
1. eigentümliche Sprache, Sprechweise einer regional od. sozial abgegrenzten Gruppe:
ein unverständliches I.;
exotische, orientalische -e.
2. eigentümliche Wortprägung, Wortverbindung od. syntaktische Fügung, deren Gesamtbedeutung sich nicht aus den Einzelbedeutungen der Wörter ableiten lässt (z. B. Angsthase = sehr ängstlicher Mensch).

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Idiom
 
[griechisch »Eigentümlichkeit«, »Besonderheit«] das, -s/-e, Sprachwissenschaft: 1) Spracheigentümlichkeit einer (kleineren, z. B. regionalen) Gruppe von Sprachbenutzern (z. B. Dialekt, Soziolekt); 2) feste Wortverbindung oder syntaktische Fügung, deren Bedeutung sich nicht aus der Bedeutung der einzelnen lexikalischen Bestandteile ableiten lässt (z. B. »Eulen nach Athen tragen« im Sinne von »etwas Überflüssiges tun«).
 

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Idi|om, das; -s, -e [griech. idíōma = Eigentümlichkeit, Besonderheit] (Sprachw.): 1. eigentümliche Sprache, Sprechweise einer regional od. sozial abgegrenzten Gruppe: ein unverständliches I.; exotische, orientalische -e; die avantgardistische Literatur ist ... mit Zeitschriften in ... zwölf -en vertreten (Koeppen, Rußland 192); Er ... fügte in seinem I. ... etwas von Tram, Seilbahn und Mulos hinzu (Th. Mann, Krull 328); Ü Aber wie schwer muss es sein, das I. der Liebe zu lernen! (K. Mann, Wendepunkt 17). 2. eigentümliche Wortprägung, Wortverbindung od. syntaktische Fügung, deren Gesamtbedeutung sich nicht aus den lexikalischen Einzelbedeutungen ableiten lässt (z. B. Angsthase = sehr ängstlicher Mensch).

Universal-Lexikon. 2012.

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